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RE: Neuer Beitrag im Stadtportrait online !
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uposta


Gelehrter
121 Beiträge
 

RE: Neuer Beitrag im Stadtportrait online !, 21 Sep. 2012 14:03


Hallo!

Ob wirklich niemand über die Mauer so richtig Bescheid weiß, kann man am 23. September den angekündigten Referenten fragen? (Siehe Ankündigung auf der offiziellen Internetseite der Schwedter Stadtverwaltung.)

Bevor wir zu der Berndt/Winarsky-Publikation aus dem Jahre 2005 kommen, könnte ein bildbetrachtender Zeitraffer behilflich sein?

Den betrachtenden Blick werfen wir zuerst noch einmal auf den weiter oben eingestellten "Richter". Ob Planungsspiel oder Istzustand ist nicht relevant. Für den Zeitraffer nehmen wir nur Details: den schon erwähnten Durchbruch und die "etwa mannshohe" Mauer, die beim "Richter" sowohl innen als auch außen die selbe Höhe zu haben scheint. "Bodenmodellierungen" an der Mauer sind weder als geplant noch als Istzustand dargestellt.

Dann wenden wir uns einer Abbildung im Lübeke/Tattermusch (Schwedt an der Oder 1670-1945, 2011) zu. Dort das doppelseitige Foto auf den Seiten 58 und 59. Der betrachtende Sprung in den Oktober des Jahres 1900 zeigt uns intakte Abschnitte der oderseitigen Mauer. Etwas irritierend ist die "Maserung" der Mauer, die den Eindruck erweckt, als sei sie aus Feldsteinen errichtet. Wie aus Ziegel errichtet sieht das nicht aus. Ob da der "Fotograf" die Mauer "bildbearbeitet" hat? ... Mittig beim "Richter-Durchbruch" sieht man hölzerne Bauten die eine nach oben führende Treppe einfassen. Nach Oben bedeutet aber auch "Bodenmodellierung", also aufgeschütteter Boden. Die Innenseite der Mauer kann demnach nur noch zum Teil sichtbar sein. Die Bildinhalte sollten auch bis zum Frühjahr 1945 als Aussage zutreffen.

Zeitraffend landen wir jetzt im Herbst 1962 und der Sprengung des Schlosses. Bildmaterial liegt bezüglich der Mauer (noch) nicht vor.
Zwischenzeitlich soll bereits mit der Wiederherstellung des Schlosses begonnen worden sein. Es ist demnach davon auszugehen, dass auch der Schloßgarten und seine Mauer keine Veränderung erfahren haben dürften. Eine vor Wasser schützende Mauer beläßt die menschliche Vernunft, auch die politisch motivierte einer SBZ/DDR-Zeit. Für so vernünftig sollten auch sozialistische Kommunisten gehalten werden.
Mindestens bis 1971 sollte dieser Zustand Bestand gehabt haben, denn es soll noch im Herbst 1971 ein Gehölzschnitt des gesamten (?) Gartens stattgefunden haben.

Größflächige und massive Bodenmodellierungen in Form von gartenseitigen Erdabtragungen hätten zur Folge gehabt, dass sämtliche Gehölze nur noch "Luftwurzeln" gehabt hätten. Es bestand demnach bis etwa 1971 ein "etwa mannshoher" Höhenunterschied zwischen der Innenansicht und der Außenansicht der Ostmauer auf ganzer Länge?

Bereits die Schwedter Jahrgänge ab etwa 1954 sollten zur Schwedter Ostmauer-Zeit der Jahre 1971 ff. "historisch wahre" Aussagen machen können.

uposta
 
 
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RE: Neuer Beitrag im Stadtportrait online !, 21 Sep. 2012 22:23



Etwas irritierend ist die "Maserung" der Mauer, die den Eindruck erweckt, als sei sie aus Feldsteinen errichtet. Wie aus Ziegel errichtet sieht das nicht aus.

Genau das ist die Verputzung mit einem Kalkgemisch, welches über Jahre in mehreren Schichten aufgetragen worden sein muß. Das einzige mir bekannte Bild, auf dem das so sichtbar ist.

Eine vor Wasser schützende Mauer beläßt die menschliche Vernunft, auch die politisch motivierte einer SBZ/DDR-Zeit. Für so vernünftig sollten auch sozialistische Kommunisten gehalten werden.

Durch die abgeschlossenen Regulierungsarbeiten Ende der 20-er Jahre hat sich der Oderspiegel enorm gesenkt. Durch das gesamte Deichsystem ist seitdem nicht mehr mit enormen unterschiedlichen Wasserständen zu rechnen. Selbst enorme Hochwasser wie 1997 haben bei intakten Deichen keine Auswirkungen auf den Mauerbereich.

Es bestand demnach bis etwa 1971 ein "etwa mannshoher" Höhenunterschied zwischen der Innenansicht und der Außenansicht der Ostmauer auf ganzer Länge?

Der Garten lag im Niveau höher. Daher war die Mauer von außen etwa mannshoch und von innen eben nur 30 bis 40 cm. Das Bild gibt das Bodenniveau gut wieder. Der Laubengang befindet sich etwa in Augenhöhe bei 1,50 m. Wobei der Boden, auf dem ich stehe früher noch etwas tiefer gelegen haben könnte, aber nicht muß. Da ich mit meinen seltenen Körpermaßen ;) von 170 cm Höhe rechne und noch ca. 30 cm abgeschlagenen Mauersims dazu rechne, gehe ich von einer Mauerhöhe von außen in etwa von 1,80 bis 2,00 m aus. Und dieser Unterschied betraf die gesamte Länge der Ostmauer entlang des Flußes. Würde man diesen angeschobenen Erhügel entfernen, dann würde die Mauer wieder freiligen.



Geändert von Schwedtportal am 21.Sep.2012 22:26
 
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uposta


Gelehrter
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RE: Neuer Beitrag im Stadtportrait online !, 22 Sep. 2012 12:29


Hallo!

Diese Ostmauer-"Verputzung" ist auf allem was wir bisher bei uns finden konnten nur auf Sachzeugen (Fotomaterial) bis Frühjahr 1945 zu sehen. Es fehlt Fotomaterial der SBZ/DDR-Zeit.

Waren die Bastionen, die ja als Bestandteil der Schloßgartenmauer gelten sollten, mit dem selben Zeug verputzt?

Möglich, dass das Deich- und Polderprogramm seit etwa 1926 funktioniert.

Aber auch schon zu SBZ/DDR-Zeiten lag die Regulierung der Wasserstände nicht in den Händen der Schwedter Kommune. Denn die kommunalen Entscheidungsträger, vor allem die Schwedter Stadtverordnetenversammlung, waren da wohl anderer Meinung und beließen die Reste der Schloßgartenmauer? Was die ehemaligen Besitzer als Schutzmauer gegen das Wasser errichtet hatten, sollte eher nicht entfernt werden. Ein Blick in die SVV-Protokolle gibt da sicher die Beweggründe preis.

Diese Entwässerungsmaßnahmen (wann exakt?) bekommen nur dann noch einen Sinn, wenn man Rattenbekämpfungsziele verfolgt/e. Zum Auslegen von Giftködern eignen sich so ein paar Meter Betonrohrkanalisation vorzüglich?
Anderenfalls: Wozu Entwässerung auf einer ansonsten eher abschüssigen Fläche?

Zum gestrig eingestellten Foto: Wie alt sind auf diesem Foto (von wann?) die ältesten Bäume (alles Linden?) des so genannten "Laubenganges"? Wenn es denn der ehemalige Laubengang sein soll/muß.

Beim Ostmauerabschnitt, wo jetzt die aufgemauerte Sitzfläche für die naßkackenden Odermöwen steht, ist das Areal zum Wasser hin nicht annähernd so abschüssig. Dort doch nur die Mauerfundamente?

uposta
 
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631 Beiträge

RE: Neuer Beitrag im Stadtportrait online !, 23 Sep. 2012 12:02



Waren die Bastionen, die ja als Bestandteil der Schloßgartenmauer gelten sollten, mit dem selben Zeug verputzt?

Ich gehe davon aus. Auch hatte ich bis vor kurzem eine Vogelvoilliere, die jährlich gekalk werden mußte. Es entsteht wirklich so ein Relieff.
Wobei fraglich ist, ob nur die Wasserseite gekalkt wurde. Auf diesem, leider nicht guten, Bildausschnitt, ist die Südbastion zu erkennen. Die Seite zum Bollwerk ist nicht verputzt, aber zur Wasserseite hin erscheint ein heller Streifen, was man bei dieser Bildqualität nicht bewerten kann.

Warum die Ringe dort gesetzt wurden, ist mir auch fraglich.

Zum gestrig eingestellten Foto: Wie alt sind auf diesem Foto (von wann?) die ältesten Bäume (alles Linden?) des so genannten "Laubenganges"? Wenn es denn der ehemalige Laubengang sein soll/muß.

Das Foto ist ebenfalls vom 20.08.2012. Bei den alten Linden handelt es sich um Bäume der Originalpflanzung.

Beim Ostmauerabschnitt, wo jetzt die aufgemauerte Sitzfläche für die naßkackenden Odermöwen steht, ist das Areal zum Wasser hin nicht annähernd so abschüssig. Dort doch nur die Mauerfundamente?

Dort ist durch verschiedene Bauarbeiten (Uferradweg) enorm aufgeschüttet worden.



Geändert von Schwedtportal am 23.Sep.2012 12:08
 
 
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