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Sarrazin und die Demokratie
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Schwedtportal



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632 Beiträge

Sarrazin und die Demokratie, 04 Sep. 2010 12:06


Es liegt mir fern, hier den tausendsten Blog über Thilo Sarrazin und sein Buch "Deutschland schafft sich ab" zu eröffnen. Die etablierten Meinungsmacher aus Presse und Politik haben schon selber dafür gesorgt, daß dieses Buch in aller Munde ist. Nicht weil es so grandios geschrieben ist, sondern weil es im Grunde genommen zahlreiche totgeschwiegenen Themen zur Integration von ausländischen Mitbürgern auf die Tagesordnung setzt.
Ob seine Zahlen nun aktuell sind, oder seine schlußfolgernden Thesen irgendwann einmal zutreffen werden oder nicht, spielt dabei kaum eine Rolle, den Ausgangspunkt bilden die jetzigen Zustände in Deutschland. Und diese sind klar, deutlich und richtig dargestellt. Daß er von den künstlich echauffierten Gutmenschen a la Roth, Friedmann und wie sie alle heißen mögen, wie zu Zeiten der Inquisition, auf den Scheiterhaufen gewünscht wird und insgeheim viele sich eine erneute Bücherverbrennung seines Buches vorstellen könnten, dürfte der Anfang vom Ende des bestehenden Parteiensystems und der in der Bundesrepublik herrschenden Scheindemokratie sein. Daß ausgerechnet eine in ihrem politischen Intellekt völlig überschätzte Kanzlerin Merkel mit der Einmischung in Sarrazins Arbeitsleben eingreift, kann kaum mehr verwundern. Als tatkräftige Unterstützerin der FDJ in der ehem. DDR dürfte sie viel darüber gelernt haben.
In Sarrazin einen Demagogen aus Selbstgefälligkeit zu suchen wäre falsch. Schuld sind diejenigen, die das Thema Fehlintegration bis heute unter den Tisch gekehrt haben und es weiter tun wollen. Schuldig sind sie dafür, daß Thilo Sarrazin und andere sich genötigt sahen, ein Buch darüber zu veröffentlichen. Und schuldig sind sie an dem jetzt losgetretenen Affentheater in jeder noch so seriös erscheinenden Talkrunde. Wer Beckmann (ARD) verfolgt hat, dem ist der ekelerregende Übereifer des Talkmasters, jede Erklärung Sarrazin’s abzuwürgen, aufgefallen. In Hart aber Fair schwang sich der im Strichmilleu mit Koks erwischte selbsternannte Vorzeigejudist Michel Friedmann zu seinem altbekannten Unterstellungstheater auf. Bei Maybritt Illner hielt sich, auf Grund der Anwesenheit des unantastbaren Henryk M. Broder, die Freiwildjagt auf den Buchautor noch in Grenzen. Aber verbal taten sich die bereits in zahlreichen anderen Politsendungen der Woche aufgetretenen Cem Özdemir und die Berliner Politologin Naika Foroutan, deren Äußerungen eher anzuzweifeln sind, als Sarrazins Zahlen, keinen gefallen. Denn - Glauben schenkt solchen Beschwichtigungsszenarien in Deutschland keiner mehr. Selbst in den Kreisen integrationswilliger Zuwanderer treffen sie auf taube Ohren.
Das Echo in der nicht zu kontrollierenden Welt des Internets spricht Bände. Breite Zustimmung von 80 bis 90 Prozent der Leser und Kommentierenden und die begonnene Hexenjagt sind Belege dafür, daß Thilo Sarrazin etwas Richtiges geschrieben haben muß. Einen der wenigen guten Artikel der Presse zu dem Thema veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E41FAE228C3BA48D9B33D5D27F355E1AF~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

Es scheint in diesem Land vielleicht doch noch nicht Hopfen und Malz verloren zu sein. Sarrazin und der Protest gegen Stuttgart 21 zeigen dies deutlich. Die Zeit für Veränderung ist reif.


Geändert von Schwedtportal am 4.Sep.2010 12:10
 
 
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